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Sandra Hüller im Berlinale Wettbewerbsfilm
Sandra Hüller im Berlinale Wettbewerbsfilm © Piffl Medien
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Bärenstark: Sandra Hüller glänzt in Markus Schleinzers „Rose“

20.02.2026 | Redaktion

Die Schauspielerin erzählt, wie sie sich in die vielschichtige Figur von „Rose“ hineinversetzt hat – und welche Herausforderungen die Rolle unter falscher Identität mit sich brachte. Dabei spricht sie über die dunklen Facetten von Macht, Täuschung und Zugehörigkeit, die die Geschichte prägen. Das Casting übernahm Katrin Vorderwülbecke.

Regisseur Markus Schleinzer, der ursprünglich als Casting Director gearbeitet hat, zeigt in „Rose“ einmal mehr seine tiefe Verbundenheit zu Schauspieler*innen: Jede Szene spiegelt seine präzise Handschrift und das Vertrauen in die Schauspielkunst wider.

„Rose“ erzählt die wahrhaftige Geschichte einer Land- und Leutebetrügerin, die als Frau geboren wurde, sich jedoch unter falschem Namen und vorgetäuschtem Geschlecht als Mann bewegt – und dabei vor Schandtat und Täuschung nicht zurückschreckt. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges erscheint dieser mysteriöse Fremde in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf, beansprucht ein seit langem verlassenes Gut und versucht verzweifelt, Anerkennung und Akzeptanz zu finden – auch um den Preis, die gesellschaftlichen Regeln zu überlisten.

Der Film feierte seine Premiere in den Berlinale-Wettbewerben und stach dort durch seine intensive Bildsprache und die beeindruckende Darstellung von Sandra Hüller hervor.

Was hat Sie an „Rose“, an der Figur von „Rose“ gereizt? 
Zunächst einmal sind Markus Schleinzer und Alexander Brom bemerkenswerte Autoren, die ein Drehbuch geschrieben haben, das eigentlich ein Gedicht ist. Die Figur der Rose ist so komplex und mutig, widersprüchlich und bewegend, dass ich mehr über sie erfahren wollte. Die Sprache, die wir im Film sprechen, war für mich eine willkommene Herausforderung, sie ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Außerdem arbeite ich gerne mit meinem ganzen Körper, und das war hier sehr gefragt. 

„Rose“ ist eine sehr komplexe Rolle. Wie haben Sie es geschafft, einer Figur, die nicht viel sagt, so viel Tiefe zu verleihen?
Generell glaube ich nicht, dass Figuren viel reden müssen, damit sie Figuren sind. Schon wenn ich jemanden auf der Straße sehe, kann ich mir schon vorstellen, wer er ist, oder seine Energie oder seine Sorgen spüren, daher ist dieser Aspekt nicht wirklich das Schwierige. Die eigentliche Herausforderung bestand darin, die Balance zu finden, als männliche Figur glaubhaft zu sein für die Menschen, denen Rose begegnet, und gleichzeitig die ständige Angst beizubehalten, entdeckt zu werden – oder vielmehr, diese Angst zur treibenden Kraft der Figur zu machen, neben dem Wunsch, einfach am Leben zu sein. Die Kostüme von Doris Bartelt haben dabei enorm geholfen. Das Ankleiden war eine wirkliche Prozedur, bei dem jedes einzelne Detail der männlichen Rüstung, die Rose trägt, beachtet werden musste, auch die Details, die nicht sichtbar sind. Und natürlich gab es auch viele Gespräche mit Markus.

Wie war die Zusammenarbeit mit Markus Schleinzer?
Unsere Arbeitsbeziehung basiert natürlich auf gegenseitigem Respekt. Markus hat das Drehbuch geschrieben und dafür unglaublich viel recherchiert, wovon ich profitieren konnte. Er ist offen für Änderungen und Gedanken, Ideen, die wir haben, und vertraut dem Instinkt seiner Schauspielerinnen und Schauspieler. Trotz der strengen Begrenzungen eines Schwarz-Weiß-Historienfilms war er sehr flexibel und hatte eine einzigartige und genaue Vision. Es gibt eine Reihe von Inspirationen für diesen Film, von Kurosawa über Western bis hin zu Dreyer.

Gab es frühere Darstellungen, die Sie sich angesehen oder die Sie inspiriert haben?
Ich habe mir „Albert Nobbs“ mit Glenn Close angesehen, um sicherzugehen, dass ich nichts übersehen habe. Die rauen Wetterbedingungen, die körperliche Anstrengung beim Ausbau des Gehöfts, das alles wirkt sehr überzeugend. Was waren Ihre Erfahrungen am Set? War der Dreh so schwierig, wie es den Anschein hat? Ja, es war ein schwieriger Dreh – besonders im Winter. Gleichzeitig hatten wir den Luxus, fast die ganze Zeit am selben Ort zu bleiben, in der wunderschönen Region im Harz. Die Häuser und die Kirche wurden speziell für den Film gebaut, und Markus sorgte dafür, dass die Felder nicht abgeerntet wurden, damit sie zum Zeitpunkt der Dreharbeiten in voller Blüte standen. Es wurde unglaublich viel für uns organisiert. Emotional war es allerdings sehr herausfordernd, jemanden zu spielen, der ein so großes Geheimnis hat, der eine so starke Sehnsucht danach verspürt, frei zu sein, und der einen Krieg überlebt hat. Wie sehen Sie ROSE vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Gegenwart? Ich bin kein Fan von Helden oder Heldinnen in irgendeinem Kontext – es ist zu einfach, die Bürde der Tapferkeit auf einzelne Personen abzuwälzen. Ich glaube, dass wir alle gemeinsam die Gesellschaft gestalten und dass es unsere kollektive Verantwortung ist, dafür zu sorgen, dass niemand jemals verbergen muss, wer er ist, um akzeptiert zu werden. Aus diesem Grund bin ich überzeugt, dass es einfach notwendig ist, Geschichten wie diese über Menschen wie Rose zu erzählen, weil es sie gibt.

Was hoffen Sie, dass das Publikum aus Ihrer Darstellung von „Rose“ mitnimmt?
Ich hoffe, vor allem, dass wir das Publikum bewegen und dazu ermutigen können, darüber nachzudenken, wo wir in unserem eigenen Leben vielleicht andere ausschließen oder Türen zuschlagen. Was kann und muss die aktuelle Politik tun, um die Welt für alle gleichermaßen zugänglich zu machen? Und wenn man es von der anderen Seite betrachtet: Wo verstecken wir das, wer wir sind, wie viel Mühe kostet uns das und was wäre nötig, um damit aufzuhören?

Sandra Hüller
Sandra Hüller©Berlinale
Crew von „Rose“
Crew von „Rose“ ©Berlinale
Markus Schleinzer mit seinen Hauptdarstellerinnen
Markus Schleinzer mit seinen Hauptdarstellerinnen©Berlinale
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last update: 20.02.2026 Details