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Gasthof Krüger | Horst Krüger
Angebot vom: 08.06.2026
Gesucht: Kleindarsteller (männlich)
Spielalter: 55-80 Jahre
Bewerbungsschluss: 10.06.2026 23:59 Uhr
Rollenbeschreibung:
Horst Krüger hat ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle, würde das selbst aber nie so benennen. Für ihn ist es „Verantwortung“. Er sieht sich als jemanden, der den Laden zusammenhält und ohne den hier nichts funktionieren würde. Das vieles tatsächlich von anderen (vor allem von seiner Tochter) getragen wird, blendet er aus. Seine Tochter ist sein emotionaler Kern, auch wenn er das nicht offen zeigt. Er ist stolz auf sie, aber drückt das unbeholfen aus. Statt Zuneigung zeigt er Erwartung und Selbstverständlichkeit. Sobald sie sich seinem Einfluss entzieht (zum Beispiel durch Interesse an einem Gast ) reagiert er nicht mit sichtbarer Verletzlichkeit, sondern mit verstärkter Strenge und Kontrolle.
Er ist seit 25 Jahren Wirt seines Gasthofs und tritt mit der Selbstverständlichkeit auf, dass er hier das Sagen hat und zwar über alles. Er spricht ruhig, bestimmt und belehrend. Seine Sätze wirken oft wie allgemeingültige Wahrheiten („So macht man das nicht“, „Das gehört sich nicht“), nicht wie persönliche Meinungen. Er erklärt lieber, als dass er diskutiert. Seine Autorität kommt aus seiner Überzeugung, im Recht zu sein.
Wichtig für die Spielweise ist, dass Krüger sich selbst niemals hinterfragt oder als komisch empfindet. Er ist in jedem Moment davon überzeugt, richtig zu handeln. Auch in Situationen, in denen er offensichtlich überreagiert, sieht er sich als souverän und gerecht. Die Komik entsteht genau daraus: aus seiner Ernsthaftigkeit, seiner Unfähigkeit, Situationen richtig einzuschätzen und den kleinen Momenten, in denen seine Kontrolle kurz bröckelt (bevor er sich sofort wieder fängt und weitermacht, als wäre nichts gewesen). Krüger ist kein Clown. Er ist ein Mann, der zutiefst daran glaubt, im Recht zu sein.
Produktionstyp: Hochschulprojekte
Produktion: Hochschule Darmstadt
Regie: Elisa Büchner
Drehort: Mediencampus Dieburg
Zeitraum: 12.06.2026 + Probetag 11.06.2026
Drehsprache: Deutsch
Auslagen:
- Die Kosten für die An- und Abreise werden übernommen
- Für Verpflegung ist gesorgt.
Nähere Infos:
Hi!
Für unsere kleine 6. Semester Mockumentary der Hochschule Darmstadt sind wir auf der Suche nach unserem Hauptdarsteller.
Genre: Mockumentary
Länge: max. 5min
Drehtag: 12.06.2026 ca. 8-18Uhr am Mediencampus Dieburg
Probetag: 11.06.2026 ca 15-19Uhr
Gage: Da es sich um ein studentisches Projekt handelt, können wir leider keine Gage zahlen. Reisekosten übernehmen wir selbstverständlich. Leider können wir keine Übernachtungsmöglichkeit anbieten, deshalt wäre es gut, wenn du aus der Nähe kommst!
Natürlich erhälst du das Material deiner Szenen, welches du gerne für dein Showreel verwenden kannst.
Logline: Horst Krüger, ein ordnungsliebender Traditionswirt alter Schule, führt einen kleinen Gasthof mit festen Prinzipien und großem Stolz. Begleitet von einem Kamerateam will er zeigen, wie echte Gastfreundschaft funktioniert. Doch während er bemüht ist, alles im Griff zu behalten, wird immer deutlicher, dass seine Vorstellungen von Ordnung und Professionalität nicht ganz mit der Realität seiner Gäste und seiner Tochter übereinstimmen.
Synopsnis: Der Gasthof Krüger wird seit Generationen mit eiserner Hand geführt. Inhaber Horst Krüger, ein Mann über 60 mit Bierbauch und Karohemd, sieht sich selbst als den letzten Verfechter von Anstand und echter deutscher Gastfreundschaft. In dieser Mockumentary begleitet ein Kamerateam Herr Krüger, der krampfhaft versucht, seinen verstaubten Betrieb als modernen Vorzeigeladen zu inszenieren. Der Gasthof Krüger ist ein Ort, an dem die Welt noch in Ordnung sein soll – zumindest wenn es nach Inhaber Krüger geht. Krüger rückt Kruzifixe gerade und doziert über Disziplin, während er dem Kamerateam die „perfekte Ordnung“ seiner Zimmer zeigen will. Der erste Riss in seiner charmanten Fassade entsteht wortlos: Voller Stolz will er uns ein Musterbeispiel an Ordnung zeigen und reißt die Tür zu Zimmer 6 auf, in dem sich ein Pärchen gerade intensiv vergnügt. Krüger erstarrt, schließt die Tür mit der Sanftheit eines Beichtvaters und starrt die Kamera mit einem Blick an, der irgendwo zwischen Schock und „Das schneidet ihr raus, oder?“ liegt. Seine Tochter Sophie ist das Herz des Betriebs, doch in Krügers Welt ist sie eher eine kostengünstige Allzweckwaffe für Rezeption und Abrechnung. Während er sie vor der Kamera stolz als „Multitalent“ anpreist, erfahren wir in ihrer Interview-Szene die Wahrheit: Sie ist hat abolsut kein Bock für ihren Vater zu arbeiten.
Die Situation eskaliert, als ein neuer Gast eincheckt. Tim ist locker, charmant und (was Krüger sofort registriert) er findet Sophie gut. Und Sophie findet ihn auch gut. In diesem Moment bricht bei Krüger der Beschützer-Papa durch. Er versucht verzweifelt, einen professionellen Gastwirt zu spielen, aber die Eifersucht ist stärke. Für ihn ist dieser harmlose Flirt nicht nur ein Verstoß gegen die professionelle Hausordnung, sondern ein direkter Angriff auf seine Tochter. Wir beobachten, wie seine Maske wegbröckelt. Aus dem „gastfreundlichen Wirt“ wird der autoritäre Patron, der sein Revier markiert. Er maßregelt den Gast wie einen ungezogenen Schuljungen: Wer Unterhaltung suche, könne die Bibel lesen oder ins Heimatmuseum gehen, seine Tochter stehe jedenfalls nicht auf der Karte. Er steigert sich in seinen konservativen Kontrollwahn hinein und droht sogar mit seinem Hausrecht, das er in seinem Eifer kurzerhand über das Grundgesetz stellt. Er ist sich absolut sicher, dass er gerade die Ehre seines Hauses gerettet hat.
Die Letze Einstellung: Krüger sitzt fassungslos vor der Kamera und hält eine Lokalzeitung mit der Schlagzeile „Gastfreundschaft des Grauens“ hoch. Sein Fazit bleibt dabei völlig frei von Selbstreflexion: „Tja, hätte ja keiner wissen können, dass der der von der Zeitung ist.“