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up-and-coming: Ein Festival, welches einzig und allein dem Nachwuchs ein Gesicht verleiht!

05.12.2005  |  Das Gespräch führte: Tina Thiele

 © Motiv: Joachim Lottmann und die Filmflitzer! | Credit: Tina Thiele
Joachim Lottmann - Steckbrief
Der Journalist, Schriftsteller und Provakteur Joachim Lottmann lebt in Berlin und Köln. Er veröffentlichte zuletzt "Die Jugend von heute" und schreibt u. a. für die taz, der Spiegel, Jungle World und de:bug und ist gerne auch mal Jurymitglied. Tina Thiele half dabei die vergangenen Monate die deutsche und internationale Jury sowie die Tagesgäste zusammen zu stellen und liess es sich nicht nehmen drei Tage vor Ort zu erscheinen, um die Stimmung für diese Kolumne einzufangen.

Hat Coca-Cola dem Weihnachtsmann ein neues Design verpasst oder handelt es sich um Bodenübungen der NASA? Diese Frage lag zumindest auf der Hand, wenn man sich zwischen dem 1. und 4. Dezember in der Nähe des Hannoveraner Bahnhofs aufhielt und drei silberne Gestalten mit schwarzen Brillen herumflitzen sah. Auf dem Rücken trugen sie Koffer aus denen ein Monitor herausragte und live über das Wertvollste, was eine Nation besitzt, berichtete: Dem Nachwuchs!

 

Das 8. up-and-coming Filmfestival (Schirmherr Bundespräsident Horst Köhler) fand in diesem Jahr zum ersten Mal nicht in der Kestnergesellschaft, sondern im CinemaxX statt und avancierte schnell zum Publikumsmagneten. Während der offizielle Kinobereich einer leeren Marslandschaft glich, tummelte sich dafür alles im Untergeschoss des Multiplex und so mancher potentielle „Harry Potter-Besucher“ tauschte seine ursprüngliche Kinokarte um, denn die Verlockung war einfach zu groß:

Die Präsentation von 199 Filmen, die von 2450 Beiträgen aus 56 Ländern ausgewählt wurden, war wieder das größte Ereignis für viele junge Filmemacher (nicht älter als 27 Jahren) aus aller Welt des diesjährigen alle zwei Jahre stattfindenden up-and-coming Filmfestivals. Die Talkbühne präsentierte sich als Wohnzimmer mit einer gemütlichen Couchecke und war weitaus mehr als nur ein idyllischer Boxenstop in den Pausen der 90-minütigen Screenings.

 

Junge Filmemacher erzählten hier im Detail über Ihre ersten Produktionen, wenn bspw. die Mutter noch schnell das fehlende Kostüm stricken musste, der kleine Bruder wegen anstehender Dreharbeiten für ein paar Tage aus seinem Zimmer verbannt wurde oder es nicht immer einfach war, den Goldfisch während der Dreharbeiten am Leben zu erhalten. Ganz klar: Um wirklich gute Filme zu machen, ist nicht Geld das Wichtigste, sondern die Idee, ein gewisses Maß an Leidenschaft, Durchhaltevermögen und vor allem Mut. Auf die Frage hin wie man die Rechte von Hans-Georg Noacks Roman „Die Rolltreppe“ überhaupt bekommen hat, antwortet der 19-jährige Regisseur Dustin Loose wie selbstverständlich „Wir haben den Noack einfach angerufen…Ende Januar kommen wir nun in die Kinos.“

Am Freitag erschien sogar der Regisseur Hans Weingärtner („Die Fetten Jahre sind vorbei“), ehemaliger Teilnehmer von up-and-coming und forderte die jungen Menschen auf wichtige, sprich „politische Filme“ zu machen.
Volker Engel („Independance Day“/Special Effects), der im Alter von 18 Jahren mit seinem Erstlingsfilm am Festival in Hannover teilgenommen hatte, grüsste mit einer Videobotschaft aus L.A und betonte, dass gerade dieses Festival das Sprungbrett seiner Karriere war.

 

Während in dem einen Kinosaal die nationalen Kurzfilme unter der frivol-charmanten Moderation von Peter G. Dirmeier präsentiert wurden, moderierte gleich nebenan Alan Bangs in seiner unnachahmlichen Art und Weise die internationalen Filme. In jedem Fall rauchten in beiden Sälen die Köpfe aller Jury-Mitglieder, denn beide Parteien hatten die Qual der Wahl aus all diesen Filmen jeweils vier Entscheidungen zu treffen. Fest steht, um allein für den deutschen Nachwuchsbereich zu sprechen: Wären diese Ergebnisse mit in die Pisa-Studie eingeflossen, hätten die Medien sicherlich andere Ergebnisse für Deutschland zu verzeichnen gehabt.

 

Im Folgenden soll der Journalist und Autor Joachim Lottmann, Jurymitglied der internationalen Jury, das Wort haben:

 

Wie erlebten Sie persönlich die Juryarbeit der letzten vier Tage?
Es war außerordentlich schön, anregend, persönlich, anstrengungslos - wie unter allerbesten Freunden.

Hans Weingärtner, der als Tagesgast geladen war, bezeichnet das Fernsehen als „Opium für das Volk“. Welche Stellung hat das Fernsehen in Ihrem Leben?
Fernsehen ist das Letzte. Ich höre den ganzen Tag Deutschlandfunk. Das regt mich an. Aber die Info-Kanäle Phoenix, n-tv, N24, VIVA und manchmal ARD gefallen mir.

 

Inwieweit hat sich Ihre Einstellung zu Kurzfilmen durch die Juryarbeit verändert?
Zu Kurzfilmen hat sich meine Einstellung nicht geändert, wohl aber zur Welt insgesamt, damit meine ich die Welt außerhalb der westlichen Welt. Ich verstehe Asien nun besser, ebenso den arabischen Raum, sogar Osteuropa, vor allem aber Skandinavien und Holland. Spanien, Italien und die britischen Inseln sind mir während des Festivals fremd geworden.

Welche Festivals kennen Sie/nehmen Sie in der Presse wahr?
Locarno, Berlinale und die Oscar-Verleihung...

Welche Eindrücke nehmen Sie von dem Festival mit?

Die perfekte Organisation (ehrlich!), die perfekte Kopfbedeckung von Alan Bangs, die Dynamik, das Tempo und die enorme Energie aller Beteiligten Macher, die vielen sympathischen, unrebellischen jungen Leute, die mitreißende Performance von Alan Bangs, die kongeniale Einflussnahme hinter den Kulissen durch Harald Inhülsen, die Intellgienz von Collien Fernandez, die nette menschliche Art von Alan Bangs, das total gute Laune machende Fake-TV-Programm von diesen Fernseh-Kids im Living Room, bergmaneske Filme aus Skandinavien und die vielen intelligenten Fragen von Alan Bangs sowie politische Diskussionen.

 

Danke, Herr Lottmann!

Mit Pauken und Trompeten – genau genommen einer imposanten Trommel-Kombo - wurden dann am Sonntag um 11.00 Uhr die Pforten des Kinos zur Preisverleihung geöffnet. Ein bunt gemischtes Publikum von Nachwuchsfilmern aus aller Welt strömten mit ihren Teams und Fans sowie Filmbegeisterten und Vertretern aus Politik und Kultur in den Saal.

Ausgezeichnet und somit gefördert wurden jedoch keine Abschlussarbeiten von Hochschulabsolventen oder der bald in den Kinos laufende Streifen „Rolltreppe abwärts, sondern die „kleinen" Filme, die durch Ihre innovativen Ideen und brilliant-charmante Umsetzung das Publikum in den letzten vier Tagen in den Bann gezogen hatten wie bspw. der heute 13-jährige Fabian Oswald mit "Frau Heumann. Ein ganz normaler Hund". Mit seiner liebevollen Stimme weckte er bereits vor zwei Jahren persönlich seinen aneinandergereihten Buntstiftzeichnungen Leben ein. Nähere Infos siehe unter:www.up-and-coming.de

Impressionen, Eindrücke aller anderen Jury-Mitglieder und dem Festivalleiter Burkhard Inhülsen sowie eine Übersicht aller jungen Preisträger können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen!

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last update: 23.02.2026 Details