09.09.2026 – 22.09.2026
Jean Eustache
Werkschau
München
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Das Leben von Jean Eustache (1938–1981) hat sich in sein Werk auf eine Weise eingeschrieben, wie sie nur bei wenigen Filmemachern zu finden ist: karg, verdichtet und »ohne die übliche Gnade der Fiktion« (Angela Schanelec). Eustache war Autodidakt. Sein Wissen hatte er sich durch Besuche in der Cinémathèque française und in der Redaktion der »Cahiers du cinéma« angeeignet (seine damalige Frau Jeanne Delos arbeitete dort als Sekretärin). Mit Ausnahme seines großen Misserfolgs MES PETITES AMOUREUSES, entstanden seine Filme unter schwierigen Bedingungen, mit sehr wenig Geld. Tatsächlich wollte er zurück zu den Anfängen des Kinos, zu den Gebrüdern Lumière und den elementaren Kategorien des Filmemachens: Einstellung, Aufnahme, Umgang mit filmischer Zeit. Seine Filme sollten unbearbeitet und unverdorben von »Form« und Virtuosität sein, er selbst als Autor im idealen Fall gar nicht anwesend. Auch das Spiel der Schauspieler*innen sollte frei von Emphase sein, um den Text selbst zum Vorschein zu bringen.
- Beginn:
- unterschiedlich
- Eintritt:
- 5,00 Euro (3,00 Euro bei MFZ-Mitgliedschaft | Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D)
- Veranstaltungsort:
- Münchner Stadtmuseum
- Adresse:
- Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München, Deutschland