Motiv: Christoph Hilger | Credit: C. Dalchow
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Stand der Information: 09.04.2010
1990 erhielt der gelernte Schauspieler sein Diplom an der staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - in Kombination mit Weiterbildungen bei international anerkannten Lehrern, seitdem hat Christoph Hilger insgesamt 8 Jahre Lehraufträge an Hochschulen in NRW. Sein besonderes Interesse gilt bis heute der Übertragbarkeit von erlernter Technik auf tatsächliche Situationen kreuz und quer duch angefragte Genres. DIE ARBEIT AN DER STIMME: Stimme erzwingt man nicht, man läßt sie zu. Sie ist längst da. Ertrage ich meine ganze Stimme? Welche Schlüssel brauche ich, sie mir zu erschliessen? Ganz ohne Psychologie geht eine Stimmbildung nicht, auch und gerade nicht für die künstlerische Arbeit, aber es ist nicht nötig, darauf herumzureiten. Allgemeingültige Antworten gibt es sicher nicht- Tendenzen lassen sich allerdings beschreiben. Ob das Resultat "stimmig" ist, ist ein Ergebnis eines gemeinsamen Prozesses- und viel Eigenarbeit des Klienten. ARTIKULATION: Artikulation beschreibt sich am besten als eine Art "Konsonantenjazz" der Zunge durch den Mund: A-rhytmisches blitzschnelles Abfragen der bekannten Artikulationsstellen meist durch die Zunge. Es gibt keinen absoluten Artikulationsstandard- klar ist, das Schauspieler dialektfrei sein sollten- für Klienten anderer Bereiche spielt das aber nicht zwangsweise eine Rolle- da kann flüssiges Sprechen ein wichtigeres Kriterium sein als Dialektfreiheit- der beste Weg, darüber auf sich selbst bezogene Infos zu erhalten, ist immer noch eine Probestunde... ATEMARBEIT: Jeder atmet. Richtig und falsch sind merkwürdige Begriffe in diesem Zusammenhang. Sie haben schliesslich iirgendwie überlebt- bis jetzt... Der Begriff "effektiv" klingt in diesem Zusammenhang schlüssiger. - In vielen Arbeitsansätzen zum Atem geht es vor allem um den Ruheatem. Mich interessiert vor allem der Atem in Kontakt, wie er praktisch für alle darstellenden Diszilplinen wichtig ist, und die Möglichkeiten, die mir dieser Kontakt gerade für meine Rollenarbeit gibt. Inspiriert bin ich darin von der Methode der Psychotonik, die ich während meines Studiums in Stuttgart bei Dr. Volkmar Glaser und in einigen Weiterbildungen kennen gelernt habe. Hand in Hand mit dem Atem geht eine Körperarbeit, die den Atemapparat langfristig entlastet und die gesamte Kapazität des Ausdrucks aushaltbar für den Körer macht. TEXTARBEIT: Von Sprechern im Radio oder Schauspielern in Hörspielen möchte ich mich als Hörer angesprochen und mitgenommen fühlen. Grundsatz ist der Unterschied Sprechen-Lesen, was sich besonders auf die Art der Pausensetzung resp. die Texteinteilung auswirkt. Darauf aufbauend ist eine genrespezifische Gestaltung spannend, frei nach der Frage: Was braucht ein Text von mir als Sprecher/Spieler, damit ich Medium des Autors werde. REFERENZEN: 8 Jahre Betreuung und Training von Redakteuren und Volontären im Auftrag der Deutschen Welle Köln; zwischen 1998 und 2002 trainierte ich im Auftrag des Arbeitsamtes Köln Schauspieler im Bezug auf ihre Befähigung als Sprecher für die unterschiedlichsten Genres und erstellte mit ihnen Sprecher- Demos. Eine PROBESTUNDE ist möglich! Christoph Hilger ist Pate von www.casting-network.de im Bereich Coaching. Spezialgebiet: Atem, und Stimmpädagogik.
siehe auch: Coaches
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